2008 Simon Greul (GER)

Simon Greul (Ger)
Simon Greul holte sich den Ostdeutschen Sparkassen Cup im Jahr 2006. Derzeit rangiert er in der Welt auf 228, fiel aus den Top 100. Grund war eine schwere Entzündung der Sehne in der Schlaghand vergangenes Jahr, die sogar zu einer Operation und wochenlanger Pause führte. Nun hofft Greul auf eine schmerzfreie neue Sandplatzsaison.

2008 Philipp Petzschner (GER)

Philipp Petzschner (Ger)
Philipp Petzschner ist mittlerweile in Dresden fast Zuhause. Zum dritten Mal schlägt der 24-jährige Bayreuther im Waldpark auf. 2005 gewann er mit Christopher Kas die Doppelkonkurrenz, ein Jahr später standen sie gemeinsam wieder im Finale. Seit diesem Jahr gehört auch er zum Davis Cup-Aufgebot. In Bremen riss er in

einem dramatischen Doppel mit Philipp Kohlschreiber gegen Spanien nicht nur die 5000 Zuschauer in der Bremer Stadthalle von den Sitzen, sondern auch viele Tausend Tennisfans an den Fernsehbildschirmen. Nach 4:45 Minuten unterlagen die beiden im längsten deutschen Davis Cup-Doppel aller Zeiten im fünften Satz
mit 10:12. Nun will „Petzsche“ auch im Einzel durchstarten, dieses Jahr die Top 100 in Angriff nehmen. Nach Dresden kommt er bereits als Nummer 121.

2008 Berrer Michael (GER)

Michael Berrer
Michael Berrer, 27 Jahre, ist der Topgesetzte des diesjährigen Ostdeutschen Sparkassen Cup. Der Stuttgarter steht derzeit auf Platz 65 der Welt und ist damit hinter Philipp Kohlschreiber, Tommy Haas und Nicolas Kiefer der derzeit viertbeste deutsche Tennisspieler. Vergangenes Jahr schaffte der Linkshänder erstmals den Sprung unter die Top 100 und 2008 auch ins Davis Cup Team. Spätestens seit seinem Einzel-Auftritt vor gut zwei Wochen beim Davis Cup- Viertelfinale gegen Spanien in Bremen ist der Name Berrer ein Begriff.

2008 Rainer Schüttler

Rainer Schüttler (Ger) Dehlis 08 10 8
Rainer Schüttler ist einer der prominentesten deutschen Tennisspieler der letzten Jahre. Er hat die ganz Großen geschlagen, von Andre Agassi bis Andy Roddick. Zuletzt machten ihm immer wieder Verletzungen und Erkrankungen zu schaffen. Aber die Formkurve zeigt nach oben: Kam der 32-Jährige vergangenes Jahr noch als Nummer 139 an die Elbe, reist er diesmal als Top-100-Spieler (Nr. 92) an.

2008 Florian Mayer

Florian Mayer (GER)
Mit Florian Mayer schlägt der Vorjahresfinalist im Dresdner Waldpark auf. Nur mit einer Sondergenehmigung durfte der Bayreuther 2007 in Blasewitz antreten, war er doch als Nummer 41 der Welt eigentlich „zu gut“ für dieses Turnier. Im Endspiel unterlag er nur knapp dem Russen Yuri Schukin 6:7 und 6:7. Doch dem 24-Jährigen gefiel es auf der Dresdner Anlage derart gut, dass er für die Jubiläumsauflage wieder zusagte. Der ATP-Newcomer des Jahres 2004 – damals kletterte er 200 Plätze nach oben – ist derzeit die Nummer 96 der Welt und will in diesem Jahr wieder den Sprung unter die Top 50 schaffen.

2007 Florian Mayer (GER)

Florian Mayer
Ebenfalls eine Premiere für das einzige ATP-Turnier in Ostdeutschland ist die Ankündigung eines Top 50-Spielers! Der gebürtige Bayreuther Florian Mayer ist derzeit die Nummer 41 der Welt und wird mit einer Wild Card ausgestattet in Dresden aufschlagen. Der 23-Jährige ist damit nach Thommy Haas der derzeit bestplatziertes deutsche Tennisspieler in der Weltrangliste. Im Jahr 2004 gelang ihm ein sagenhafter Sprung in der Weltrangliste um mehr als 2oo Plätze nach vorn unter die Top 50. Diesen Erfolg belohnte die ATP mit der Auszeichnung „ATP-Newcomer“ des Jahres. Mayers beide Siege im Davis-Cup gegen Thailand vergangenes Jahr trugen dazu bei, dass Deutschland von der Relegations- wieder in die Weltgruppe aufstieg.

2007 Christian Pless (DEN)

Christian Pless Der Däne reist als Topgesetzter an die Elbe. Die Nummer 83 der Welt ist hierzulande noch wenig bekannt, doch der 26-Jährige stand im Jahr 2002 schon einmal auf Rang 65 der Weltrangliste. Pless war der erste Däne, der als Jugendlicher 1999 an der Spitze der Juniorenweltrangliste die Saison beendete und bei den Junioren den Einzel- und Doppeltitel der Australian Open gewann. Er trainierte früher mit Pete Sampras und Jennifer Capriati. Pless lebt in Dubai.

2007 Werner Eschauer (AUT)

Werner Eschauer Der Österreicher ist in Dresden an Nummer zwei gesetzt (Nummer 85 der Welt). Für Furore sorgte der 32-Jährige Anfang des Monats, als er sich im schweizerischen Chiasso und zuvor in Monza (Italien) gleich zwei Turniersiege hintereinander holte (25 000 Dollar-Turniere). Zudem siegte Eschauer im Februar in Polen (125 000 Dollar-Turnier) und ist damit ein heißer Titelanwärter in Dresden.

2007 Rainer Schüttler (GER)

Rainer Schuettler Noch nie durften die Organisatoren des Dresdner ATP-Turniers eine ehemalige Nummer fünf der Welt ankündigen! Rainer Schüttler ist ohne Frage der prominenteste Profi im diesjährigen Starterfeld. Genau heute wird der aus Korbach (Hessen) stammende Tenniscrack 31 Jahre alt. 2003 und 2004 erlebte er seinen bisherigen Karrierehöhepunkt. 2003 rückte er bis ins Finale der Australian Open vor, wo er sich letztlich Andrea Agassi geschlagen geben musste. 2004 gewann er bei seiner zweiten Olympiateilnahme gemeinsam mit Nicolas Kiefer die Silbermedaille. In seiner Karriere hat Schüttler fast alle Topspieler der Welt bezwungen, von Agassi über Kafelnikov, Kuerten, Roddick bis hin zu Roger Federer. Am 26. April 2004 wurde er erstmals als Nummer Fünf der Weltrangliste geführt. Doch es folgten zwei harte Jahre mit Verletzungen und einer schweren Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber. In diesem Jahr will der Wahlschweizer jedoch wieder angreifen und 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking noch einmal aufs Treppchen. Derzeit wird Schüttler als Nummer 141 der Welt geführt.

2007 Dick Norman (BEL)

Dick Normann Und genau der ist auf Dresdner Asche alles andere als ein Unbekannter. Der 2,03 Meter große Hüne aus Belgien gewann bereits 1997 den ATP-Titel im Dresdner Waldpark. Er setzte sich damals gegen Julian Alonso aus Spanien durch. Schon seit 1991 ist der heute 36-Jährige im Tenniszirkus unterwegs, ist derzeit die Nummer 123 der Welt und spielte erst vor wenigen Wochen im Davis Cup gegen die deutsche Auswahl.

2007 Björn Phau (GER)

Bjoern Phau Diesen Namen verbinden viele mit Boris Becker. Denn Phau gehörte vor einigen Jahren dem Mercedes Junior Team von Boris Becker an, ebenso wie der Dresdner Daniel Leßke. 1997 wurde er in den erlesenen Kreis aufgenommen, nachdem er zuvor zweifacher Deutscher Meister der U18 geworden war. Das Becker-Team gibt es mittlerweile nicht mehr, Phau startete nach dem Abitur 1999 dennoch durch. Vergangenes Jahr konnte er Siege gegen Andre Agassi und den Fanzosen Fabrice Santoro feiern. Er trainiert heute in Düsseldorf. Phau wurde in Darmstadt geboren und hat einen indonesischen Vater.

Die Top-Spieler der deutschen Profi-Szene

Nicolas Kiefer Das Dresdner Turnier war in den Neunzigern aber auch geprägt von absoluten Top-Spielern der deutschen Profi-Szene. So schmetterten die Daviscup-Teilnehmer Bernd Karbacher, David Prinosil, Rainer Schüttler oder Nicolas Kiefer im Waldpark, ebenso der heutige Daviscup-Teamchef Patrick Kühnen schlug hier auf. Absoluter Publikumsliebling war über viele Jahre Karsten Braasch. Nicht vergessen sind zudem die Auftritte von Hendrik Dreekmann, Lars Rehmann, Alexander Mronz, dessen Bruder Michael das Turnier aus der Taufe hob und bis 1996 organsierte, und Dirk Dier, der als erster Deutscher das Turnier 1998 gewann.

1994 Marcelo Rios (CHI)

Marcelo Rios Fast Unglaubliches geschah im Jahr 1994. Da kam ein 18-jähriger Nobody namens Marcelo Rios als Nummer 530 der Weltrangliste nach Dresden. Der

temperamentvolle Südamerikaner schlug sich locker durch die Qualifikation, eliminierte im Hauptfeld die Gegner reihenweise und bezwang im Finale
dann auch noch das deutsche Talent Oliver Gross. Die 70 gewonnenen Weltranglistenpunkte ließen ihn um 200 Plätze nach oben schnellen. Bereits vier Jahre später gewann der Chilene gleich sieben Turniere und wurde die Nummer eins der Welt. In seiner Heimat ist er ein Nationalheld. Im gleichen Jahr musste übrigens der später ebenfalls erfolgreiche Australier Mark Philippousis ebenso die Segel streichen wie die Schweden Magnus Norman und Thomas Johansson.

1995 Gustavo Kuerten (BRA)

Gustavo Kuerten 1995 gaben Gustavo Kuerten aus Brasilien, der Spanier Carlos Moya und der Russe Andrej Cherkasov kurze Gastspiele im Waldpark. Sie scheiterten in der Qualifikation. Kuerten schlug 1997 noch einmal in Dresden auf, verfehlte jedoch das Halbfinale.

Dafür sorgte er anschließend in Paris für Furore, der Brasilianer gewann erstmals die
French Open, wiederholte diesen Sieg noch zweimal (in den Jahren 2000 und 2001). Er eroberte im Jahr 2000 den Tennis-Thron.

1995 Carlos Moya (ESP)

Carlos Moya Das Gleiche gelang Carlos Moya bereits ein Jahr zuvor. Der Spanier hat insgesamt 19 Siege bei ATP-Turnieren auf seinem Konto. Das Jahr 1995 ist außerdem mit dem Namen Magnus Gustafsson eng verbunden. Der schwedische Top-Ten-Spieler gab nach langer Schulterverletzung sein Comeback an der Elbe, spielte sich bis ins Finale, wo er dann am Belgier Kris Goossens scheiterte.

1993 Jewgeni Kafelnikow (GUS)

Jewgeni Karfelnikow Ebenfalls in der Qualifikation war auch Endstation für Jewgeni Kafelnikow. Allerdings hielt sich der Russe damals zumindest im Doppel schadlos und gewann das Turnier mit seinem Partner Hendrik Jan Davids aus den Niederlanden. Im Halbfinale schalteten sie übrigens das an Nummer eins gesetzte und später noch berühmt gewordene australische Duo Patrick Rafter/ Jason Stoltenberg aus. Kafelnikow siegte dann 1996 bei den French Open, 1999 bei den Australien Open, ein Jahr später feierte er den Olympiasieg, und 2002 holte er mit Russland den Daviscup.

1993 Patrick Rafter (AUS)

Patrick Rafter Der Blick auf das Qualifikations-Tableau der Premiere 1993 bringt Erstaunliches zu Tage. Da scheiterte der Australier Patrick Rafter nach einem Freilos in der zweiten Runde am Schweden Morten Renström. Bereits ein Jahr später notierte man den Australier in der Weltrangliste auf Platz Nummer 21, in den Jahren 1997 und 1998 gewann er die US Open und im Juli 1999 war er die Nummer eins der Welt.

2006 Werner Eschauer (AUT)

Werner Eschauer hat in diesem Jahr von den Österreichern den größten Sprung in der Rangliste nach vorne gemacht: Der 32-jährige Niederösterreicher verbesserte sich dank seiner zweier Future-Titel in Caltanissetta und Catania um satte 29 Plätze. Damit ist Eschauer bereits der fünftbeste ÖSV-Spieler im ATP-Ranking. Wenn schon der Nachwuchs ausbleibt, dann muss es eben die Routine richten.

2006 Michael Lammer (SUI)

Nicht unerwartet hatte der Schweizer Davis-Cup-Captain Severin Lüthi den Zürcher Michael Lammer für die Erstrunden-Partie gegen Australien im Februar als zweiten Einzelspieler neben Stanislas Wawrinka nominiert. Denn der
24jährige hatte bei den Australian Open die Qualifikation überstanden.
In der 1. Runde verlor er dort gegen Andy Roddick dann zwar in drei Sätzen, enttäuschte dabei aber in keiner Weise.

2006 Dieter Kindlmann (GER)

Der 23-jährige Allgäuer Dieter Kindlmann gehört zur neuen Generation des deutschen Tennis, die in der MLP TennisBase in Oberhaching (b. München) trainiert. Sein erklärtes Ziel, im Jahr 2005 unter die Top 100 der ATP-Weltrang- liste vorzustoßen, hat er auf Grund von Verletzung zwar nicht erreicht. Doch die Ergebnisse dieses Jahres sind vielversprechend. Bei den Internationalen Württembergischen Meisterschaften im Januar dieses Jahres stand Dieter Kindlmann (Blau-Weiß Neuss) im Finale. An Position sechs gesetzt, traf der
23-jährige dort auf den im Landesleistungszentrum wohnenden Deutschen Hallenmeister Torsten Popp (TC Ravensburg). Kindlmann nutzte beim Stand von 5:5 einen Breakball und servierte sicher zum 7:5 Satzgewinn. Doch der
aktuelle Nationale Meister Popp ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und bekam das Match immer besser in den Griff und entschied die nächsten Sätze mit 6:2 und 6:2 zu seinen Gunsten.

2006 Rainer Eitzinger (AUT)

Rainer EitzingerNach einem vierstündigen Tennismatch unter mexikanischer Sonne sprach man in Wien von einer Sensation. In San Luis Potosi gelang dem 22jährigen Rainer Eitzinger der erste Turniersieg auf der Challengertour. Bis zum Finale gab Eitzinger keinen Satz ab und schlug mit Alejandro Falla, Alex Bogomolov und Frank Dancevic drei gesetzte und vor ihm in der Rangliste geführte

Spieler. Im Endspiel wartete der Doppelpartner und guter Freund des Tirolers
Paolo Lorenzi, ebenfalls ein nicht gesetzter Spieler. Erst letztes Jahr in Budapest
hatten die beiden das Vergnügen am Court, dort ging Rainer in zwei Sätzen als Sieger hervor. Und auch in dieser Partie war Eitzinger erfolgreich und gewann in einem an Spannung nicht zu überbietenden Match 6:4, 6:7 (5) und 7:5.
„Die Atmosphäre war ein Wahnsinn. Die Zuschauer waren total begeistert, die meisten haben die vollen vier Stunden ausgeharrt um uns anzufeuern“,
lachte Rainer nach der Partie erschöpft aber glücklich. Mit dem bisher größten Erfolg hat sich Rainer Eitzinger selbst aus einem Karrieretief aus Verletzungen, Pech und Krankheiten gezogen und einen deutlichen Sprung in der Rangliste
gemacht.

2006 Benjamin Becker (GER)

Der 24-jährige Benjamin Becker feierte beim mit 25.000 US-Dollar Preisgeld dotierten ATP-Challenger-Turnier von Salinas einen Turniersieg. Den Grundstein für seinen Erfolg legte der Deutsche im Viertelfinale, als er den topgesetzten Österreicher Oliver Marach (ATP Entry List 116) in zwei Sätzen (6:4, 6:4) bezwingen konnte. Auch der Pole Lukasz Kubot (Erfurter TC Rot-Weiß) konnte ihn im Halbfinale nicht ernsthaft gefährden. Mit einem 6:3, 6:4-Erfolg sicherte sich Becker seine zweite Finalteilnahme in Folge. Im Finale traf Becker auf den ungesetzten Amerikaner Jesse Witten. Durch die Erfolge und Leistungen der letzten Wochen gereift, lies sich der Deutsche auch nach verlorenem ersten Satz (4:6) nicht aus der Ruhe bringen. Er blieb konzentriert und konnte sich stattdessen spielerisch steigern. Die folgenden beiden Sätze gewann der Badener mit 6:3, 6:2 und machte so seinen derzeit größten Triumph perfekt.

2006 Peter Wessels(NED)

Peter WesselsDer Routinier aus Amsterdam, der für den zehnfachen Deutschen Meister Blau-Weiss Neuss spielt, hat in St. Brieuc mit dem Einzug ins Finale seine bisher beste Saisonleistung abgeliefert. Der Niederländer hatte in seiner Vorschlussrundenpartie den topgesetzten Franzosen Olivier Patience (Blau-Weiss Halle) in einem ausgeglichenen Spiel mit 6:3, 3:6, 7:6(7) niederkämpfen können, doch im Finale konnte der 1,95 Meter große Hüne gegen Marc Gicquel, der ebenfalls hier in Dresden am Start ist, nicht mehr an diese Leistung anknüpfen. So geriet

Gicquels erster diesjähriger Turniererfolg mit einem 6:3, 6:1-Sieg zu einer relativ einfachen Angelegenheit.

2006 Jean-ChristopheFaurel (FRA)

Bei seinem „Heimturnier“ in Cherbourg spielte sich Jean-Christophe Faurel vom 1. FC Nürnberg in der Einzelkonkurrenz bis ins Finale. Im Endspiel des mit 42.500 Euro Preisgeld dotierten ATP-Challenger Turniers traf er auf seinen an Nummer fünf gesetzten Landsmann Nicolas Mahut (ATP Entry List 129), der vor Wochenfrist bereits das ATP-Challenger von Besancon gewonnen hatte. Zwar geriet das Finale für Mahut zu einer eindeutigen Angelegenheit, denn durch einen 6:2, 6:4-Erfolg errang er innerhalb von acht Tagen seinen zweiten Turniersieg. Aber auch der geschlagene Finalist hatte Grund zur Freude. Und dies gleich in zweifacher Hinsicht: Zu einem konnte Jean-Christophe Faurel seinen 25. Geburtstag und zugleich die beste ATP-Platzierung seiner Karriere feiern.

2006 Melle van Gemerden (NED)

Van GemerdenZweimal hat Melle van Gemerden in diesem Jahr bereits den Sprung in ein Semifinale geschafft. Beim mit 75.000 Dollar Preisgeld dotierten ATP-Challenger-Turnier von Noumea scheiterte er in der Vorschlussrunde an dem Franzosen Gilles Simon mit 5:7, 1:6. Der 26 Jahre alte Niederländer war mit einem 6:1, 6:3 über Wayne Odesnik (TC Piding) aus den USA ins Turnier gestartet. Im Achtel-finale bezwang er Dominik Meffert von Kurhaus Lambertz Aachen mit 6:4 und 6:2. Auch der Tscheche Pavel Snobel konnte ihn beim 6:2 und 7:5 nur phasenweise in Verlegenheit bringen. Nachdem Van Gemerden auch beim mit 85.000 Euro Preisgeld dotierten ATP-Challenger-Turnier in Neapel im April in der Runde der letzten vier dem Italiener Alessio Di Mauro mit mit 3:6 und 1:6 unterlag, hofft er in Dresden auf seinen ersten Finaleinzug in diesem Jahr.

2006 Marc Gicquel (FRA)

Drei französische und ein niederländischer Bundesliga-Profis erreichten beim mit 21.250 Euro Preisgeld dotierten ATP-Challenger-Turnier im französischen Saint-Brieuc die Runde der letzten Vier. Am Ende war es Marc Gicquel vom Zweitligisten TV Espelkamp, der in seiner Heimat jubeln durfte. Der 29-Jährige ging als Nummer zwei der Setzliste ins Turnier. Nach souveränen Vorstellungen in den ersten beiden Runden traf er im Halbfinale auf seinen Landsmann Nicolas Devilder vom ostwestfälischen Bundesligaclub Blau-Weiss Halle. Gicquel hatte zunächst einige Mühe sich auf seinen bis dato stärksten Kontrahenten einzustellen und musste demzufolge mit 4:6 den ersten Satz verloren geben. Der in Tunis geborene 27-jährige Franzose besann sich danach wieder auf seine spielerischen Stärken und hatte Erfolg. Mit 6:2, 6:4 konnte er die nächsten beiden Durchgänge siegreich gestalten und somit das Finale für sich buchen.

2006 Comeback in Dresden nach kurzer Turnierpause

Stefan Koubek AltDer Kärntner Stefan Koubek hat sich im Frühjahr zum Einschub einer vierwöchigen Turnierpause entschieden. Der 29-Jährige ließ in Folge des Quali-Out in Houston die Qualifikation zum Masters-Series-Turnier in Monte Carlo auch wegen der derzeit unwahrscheinlichen Erfolgsaussichten aus und splittete den knappen Monat bis zum Wiedereinstieg auf die Tennis-Tour in einen Konditions- und Tennis-Block. Nach Rücksprache mit seinem Coach Günther Bresnik war Koubek am Ostersonntag nach Belgrad gefahren, um sich speziellen Tests zu unterziehen.

„Stefan wird die Tage dort bei einem Professor für Biomechanik verbringen und sich austesten lassen“, erklärte Bresnik. „Das ist schon etwas Spezielleres. An der Kondition allein könnte er auch daheim arbeiten.“ Auf Basis der Test-
ergebnisse soll ein langfristiges Programm erstellt werden.

Damit sollen die Weichen für einen hoffentlich erfolgreichen Sommer gestellt werden. Mit seinem Auftritt in Dresden kehrt Koubek auf die Tour zurück.
Bald darauf geht es zum neuen ATP-Turnier nach Pörtschach und dann in die French-Open-Qualifikation.

2006 Simon Greul überrascht in Miam

Simon Greul Ger-1Die Zweifel kehrten immer wieder. „Es gab Momente, da habe ich den Sinn des Ganzen kaum noch gesehen“, sagt Simon Greul. Manchmal habe er sogar ans Aufhören gedacht. „Aber ich bin froh, daß ich mit Tennis weitergemacht habe.“ Seine Beharrlichkeit zahlte sich aus. Beim Masters in Miami/USA sorgte der 25 Jahre alte Kornwestheimer für einigen Wirbel. Eigentlich hatte er sich nur für das Hauptfeld qualifizieren wollen, dort angekommen lief es für ihn dann immer besser. Nach Paradorn Srichaphan (Thailand) und Dominik Hrbaty (Slowakei) schaltete Greul auch den Engländer Tim Henman 0:6, 6:1, 7:5 aus und erreichte völlig überraschend das Achtelfinale, in dem er auf den US-Amerikaner Andy Roddick traf. Trotz seines Ausscheidens nach einem 3:6, 6:2, 2:6 gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten aus den Vereinigten Staaten konnte der 25jährige zufrieden sein und sich über das bislang stattlichste Preisgeld von 37.400 Dollar und den größten Erfolg seiner Karriere freuen.

2006 Janko Tipsarevic überzeugt beim Heimturnier

Janko TipsarevicDer für den aktuellen Deutschen Mannschaftsmeister Grün-Weiss Mannheim spielende Janko Tipsarevic hat am 19. Februar 2006 das mit 85.000 Euro Preisgeld dotierte ATP-Challenger-Turnier in Belgrad gewonnen. Der gebürtige

Belgrader überzeugte bei seinem Heimturnier von Beginn an und profitierte zuletzt auch vom Verletzungspech seiner Gegner. Nach einem souveränen 6:2, 6:1 gegen den Schweizer Marco Chiundelli bezwang er in den nächsten Runden den Österreicher Oliver Marach 6:3, 7:6 und den Franzosen Nicolas Mahut 6:4, 7:6. In der Vorschlussrunde kam es zum Aufeinandertreffen mit dem französischen Davis Cup-Spieler und Doppelweltmeister Michael Llodra. Nachdem der Serbe den ersten Satz mit einer konstanten Leistung 6:4 gewonnen hatte und im Zweiten 2:1 führte, musste Llodra verletzungsbedingt aufgeben. Auch sein Finalgegner Tomas Cakl (Bremerhavener TV) konnte die Begegnung nicht bis zum Ende durchstehen.

2006 Adrian Garcia (CHI)

Adrian Garcia vom zehnfachen Deutschen Meister Blau-Weiss Neuss gehörte zu den vier chilenischen Spielern, die von Kapitän Hans Gildemeister für die Davis Cup-Viertelfinalbegegnung gegen die USA nominiert wurden. Neben dem
27-jährigen Neusser zählten die Olympischen Goldmedaillen-Gewinner von Athen, Fernando Gonzales (ATP 19) und Nicolas Massu (ATP 43) sowie Paul Capdeville (ATP 105) zu dem Team, das ins kalifornische Rancho Mirage gereist war und dort dem Favoriten denkbar knapp mit 2:3 unterlegen war. Garcia spielte im Doppel mit Paul Capdeville gegen Bob Bryan/Mike Bryan und hatte beim 1:6, 2:6, 4:6 klar das Nachsehen.

2006 Stefan Koubek (AUT)

Stefan Koubek (AUT)Stefan Koubek kehrt mit seinem heutigen Erstrundenmatch nach dreiwöchiger Turnierpause auf die Tour zurück. Das Ziel ist klar: „Ich spiele um den Gesamtsieg“, sagt der an vier gesetzte Österreicher. Nach einer mäßigen Turnierserie in den USA konzentrierte sich der 29-Jährige in den vergangenen Wochen voll auf Konditions- und Tennistraining. „Jetzt fühle ich mich wieder fit und hoffe, dass ich mich im Laufe des Wettbewerbs steigern kann“, sagt Koubek, dessen Markenzeichen die eingesprungene Rückhand ist.

Der gebürtige Klagenfurter wird von Günther Bresnik gecoacht, der bereits Boris Becker in seinen besten Zeiten trainierte. Schon mit drei Jahren hatte Koubek erstmals einen Tennisschläger in der Hand, probierte sich als Jugendlicher aber auch beim Skispringen und Fußball.
Der 29-Jährige ist auf der Tour dafür bekannt, auf dem Platz gern auch einmal lauter zu werden. „Wenn es nicht läuft, kann ich schon mal die Beherrschung verlieren. Aber das hat sich gebessert“, gibt er mit einem Lächeln zu.
Vor einigen Jahren rangierte Stefan Koubek schon einmal auf Platz zwanzig der Weltrangliste, wurde jedoch in der Folge immer wieder von Verletzungen und Krankheiten gestoppt. Anfang letzten Jahres musste er wegen einer Dopingsperre drei Monate pausieren. „Ich hatte eine Handgelenksverletzung, bekam deshalb eine kortisonhaltige Spritze. Das hätte man einfach angeben müssen, dann wäre das in Ordnung gewesen. So war die gesamte Saison verkorkst“, sagt Koubek heute.
Vergangenheit: Nun will der Linkshänder zurück an die Weltzspitze, träumt von den Top Zwanzig. Der Ostdeutsche Sparkassen Cup in Dresden könnte das Sprungbrett werden.

_turnierlogo_dd.png

sponsors

010_sparkasse.png

020_finanzgruppe.png

030_aok.png

040_mercedesbenz_dd.png

050_oppacher.png

070_rheingas_rein.png

080_coca_cola.png

091_head.png