Stefan Koubek kehrt mit seinem heutigen Erstrundenmatch nach dreiwöchiger Turnierpause auf die Tour zurück. Das Ziel ist klar: „Ich spiele um den Gesamtsieg“, sagt der an vier gesetzte Österreicher. Nach einer mäßigen Turnierserie in den USA konzentrierte sich der 29-Jährige in den vergangenen Wochen voll auf Konditions- und Tennistraining. „Jetzt fühle ich mich wieder fit und hoffe, dass ich mich im Laufe des Wettbewerbs steigern kann“, sagt Koubek, dessen Markenzeichen die eingesprungene Rückhand ist.
Der gebürtige Klagenfurter wird von Günther Bresnik gecoacht, der bereits Boris Becker in seinen besten Zeiten trainierte. Schon mit drei Jahren hatte Koubek erstmals einen Tennisschläger in der Hand, probierte sich als Jugendlicher aber auch beim Skispringen und Fußball.
Der 29-Jährige ist auf der Tour dafür bekannt, auf dem Platz gern auch einmal lauter zu werden. „Wenn es nicht läuft, kann ich schon mal die Beherrschung verlieren. Aber das hat sich gebessert“, gibt er mit einem Lächeln zu.
Vor einigen Jahren rangierte Stefan Koubek schon einmal auf Platz zwanzig der Weltrangliste, wurde jedoch in der Folge immer wieder von Verletzungen und Krankheiten gestoppt. Anfang letzten Jahres musste er wegen einer Dopingsperre drei Monate pausieren. „Ich hatte eine Handgelenksverletzung, bekam deshalb eine kortisonhaltige Spritze. Das hätte man einfach angeben müssen, dann wäre das in Ordnung gewesen. So war die gesamte Saison verkorkst“, sagt Koubek heute.
Vergangenheit: Nun will der Linkshänder zurück an die Weltzspitze, träumt von den Top Zwanzig. Der Ostdeutsche Sparkassen Cup in Dresden könnte das Sprungbrett werden.